Lief bei mir #9

Ein neues Album meines Lieblingskitschklischee-Sängers: Philipp Poisel wartet darauf gehört zu werden. Und passt sehr gut zu dem, was man erwaretet, wenn man seinen Namen hört. Und ein Doppelgänger ist auch dabei. Als besonderes Highlight ist dann noch das neue von Prinz Pi dabei. In das man sich, als Casper- Fan nur vergucken kann. Eine leise, klebrige Woche war das wohl.

1) Philipp Poisel – Roman

Ein neues Album gefüllt mit Schnulzen. Aber genau den Schnulzen, die man erwartet. Philipp Poisel geht keine Experimente ein. Sondern kitscht weiter vor sich hin, mit süß-klebrigen Texte. „Ich will ein Roman sein, auf den Seiten deines Lebens, geschrieben mit Tinte, schwarzer Tinte aus deinem Herz, Ich will ein Orkan sein, keine kurze Geschichte. Ein Manifest, für das du aufstehst in der Nacht.“ Das Lied könnte genauso auf einem der vorherigen Alben erschienen sein.

Östrogenhighlight: 6/12

2) Philipp Poisel – Zum ersten Mal Nitendo

Hierbei dürfen ein paar Effekte mehr in den Vordergrund. Die das Lied beim genaueren Hören langweilig wirken lassen. Textlich ist es kein Liebeslied, sondern das andere Thema, dass Poisel abhandeln kann: Vergangenheit. Im typischen Früher war alles Besser Charme wird man eingelullt, da die Melodie sehr eingängig ist.

Östrogenhighlight: 6/12

3) Philipp Poisel – Geh nicht.

„Geh aus mein Herz und sag was willst du haben, komm nicht zurück bevor der Abend graut… Und ich stehe hier am Fenster und ich schau den Wogen zu, wie der Wind den Regen übers Meer treibt.“

In den Strophen findet fängt er schöne symbolische Momente ein. Musik wird hier fast minimal arrangiert, sodass es eine Art Hintergrundmusik erzeugt, die eben den folgenden Moment rahmt, als ob ein Filter oder Nebel zwischen der Musik, welche schon mit Schlagzeug und Klavier gestaltet ist und dem entstehenden Moment liegt.

Östrogenhighlight: 8/12

4) Barcelona – Please don’t go

Am Anfang dieses Liedes denkt man jetzt kommt gleich Casper im Melancholischen Wahn. Denn Das Intro ist ganz genau das gleiche wie bei Casper – Kontrolle/Schlaf. Das Lied ist ähnlich melancholisch gestaltet. Nur mit Coldplay Effekten auf einer sehr hauchenden Stimme. Es wirkt sehr beruhigend, was meiner Meinung nach an der Musik weder der Stimme noch dem Text liegt.

Dauerohrwurm: 6/12

5) Medimeisterschaften Mannheim – Notrefete

Es hat was von einer Mischung aus SDP und den Fanta Vier. Das Lied schafft gute Laune und kommt platt daher ohne wirklich dumm zu wirken. Man kann es nur auf den gute Laune Effekt schieben und den wirklich eingängigen Beat, warum man dieses Lied noch einmal hört.

Es ist auch vergleichbar mit Culcha Candela – so lässt es sich eventuell wirklich als nicht ernsthaft einstufen.

Neuheit: 8/12

6) Prinz Pi – Staub/Aufbruch

Das Lied erinnert ebenfalls an Caspers Kontrolle/Schlaf, aber es ist zumindest nicht das gleiche, sondern wirkt durch die Art wie Prinz Pi die Worte betont sehr, als ob es ein Casper Lied sein könnte. Er erzählt eine Geschichte, bei dem er im Stil seines Kollegen auf Details eingeht „Und er raucht noch drei und schweigt. Als sie zusammen kamen trug sie das gleiche Kleid lass‘ uns mal schreiben demnächst, heißt übersetzt in klarem Text ich mache meinen eigenen Weg“ Oder verwendet ähnliche Abstrakte Bilder, die einfach der Wortwahl eines Casper Textes entsprechen „Wir kannten nie den Krieg, hatten nie hunger hier, waren freier als hier irgendwer zuvor, alles war unzensiert, jeder Kummer kam aus uns selbst.“ Aber es ist eine schöne Geschichte und ein schönes eingängiges Lied.

Muttersprachler: 10/12

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